8 Gefahren für die Augen durch die Sonnenstrahlen
Ärzte warnen: Die ultravioletten Sonnenstrahlen können die Augen auch an einem bewölkten Tag schädigen.
In der Sehnsucht nach Sonne vergessen wir die Gefahren, die sie mit sich bringt. Wenn wir die Haut mit Kleidung bedecken und mit Sonnencreme schützen können, sollten wir uns auch um die Augen kümmern. Eine Spezialistin der Augenklinik erklärt, welche Gefahr die Sommersonne für die Augen darstellt.
Was passiert in der Sonne?
Nach 40 Minuten in hellem Sonnenlicht ohne Sonnenbrille ermüden die Augen genauso stark wie nach zwei Stunden vor dem Fernseher oder dem Computer. Die ultravioletten Sonnenstrahlen dringen durch die Hornhaut des Auges, gelangen tiefer ins Auge und können, von der Linse gefiltert, die Netzhaut erreichen.
Wer durch ultraviolette Strahlen (UV) an den Augen geschädigt wird, klagt über starke Augenschmerzen, Tränenfluss, Lichtscheu, verschlechtertes Sehen und eine große Anspannung der Augenmuskeln. Erste Hilfe sind dann kalte künstliche Tränentropfen, eine kühle Kompresse auf den Lidern und Dunkelheit.
Augen, die lange der Sonne ausgesetzt sind, können ernsthaft erkranken. Es werden sogar 8 Gefahren für die Augen gezählt, die durch Sonnenstrahlen verursacht werden oder deren Entstehung sie beeinflussen können.
1. Photokeratitis oder Schneeblindheit — ein akuter Zustand der Hornhaut, der sich durch scharfe Schmerzen, Tränenfluss, Lidkrampf und Lichtscheu äußert. Sie entsteht durch den direkten Blick in die Sonne ohne spezielle Brille oder durch Reflexionen.
2. Hornhautschäden und -verbrennungen. Die Hornhaut filtert die ins Auge gelangenden UV-Strahlen und kann mit der Zeit geschädigt werden. Eine Hornhautverbrennung ist die Folge einer kurzen, aber besonders intensiven Einwirkung von UVB-Strahlen und kann sogar vorübergehende Blindheit verursachen.
3. Grauer Star. Die Risikofaktoren dieser Erkrankung sind ein höheres Alter und die Wirkung der UV-Strahlen. Es wird geschätzt, dass 10 Prozent aller Fälle von Grauem Star unmittelbar mit UV-Strahlen zusammenhängen. Wie die Hornhaut filtert auch die Linse die ins Auge gelangenden UV-Strahlen und kann mit der Zeit vergilben, sodass sich ein Grauer Star zu entwickeln beginnt.
4. Netzhautschäden oder altersbedingte Makuladegeneration. Die Degeneration der Makula (des gelben Flecks) ist eine chronische Erkrankung und die Hauptursache altersbedingter Erblindung. Netzhautschäden können jedoch auch durch Sonnenstrahlen verursacht werden. Wir alle haben von Menschen gehört, die zu Schaden kamen, als sie eine Sonnenfinsternis ohne geeigneten Schutz und Filter beobachteten.
5. Veränderungen der Bindehaut — Pterygium und Pinguecula. Das Pterygium (Bindehaut, die auf die klare Hornhaut wächst), auch „Surferauge“ genannt, droht nicht nur Wassersportlern, sondern auch Menschen, die viel Zeit im Freien und in der Sonnenhitze verbringen. Intensive Strahlen verursachen ein unregelmäßiges Wachstum der oberflächlichen Augengewebe. Die Pinguecula ist ein weißlich-gelbliches Knötchen unter der Bindehaut. Am häufigsten treten diese Erkrankungen im nasennahen Teil des Auges auf.
6. Rote Augen. Das Syndrom der roten Augen kann durch verschiedene Umweltreize verursacht werden: verschmutzte Luft, unsauberes Wasser, Tabakrauch und natürlich Sonnenstrahlen.
7. Verblassen der Farben. UV-Strahlen wirken so auf die Augen, dass man manche Farben unscharf zu sehen beginnt; am häufigsten werden Blau und Gelb schlecht wahrgenommen.
8. Hautkrebs der Augenlider. Am stärksten wirken die Sonnenstrahlen auf das Unterlid, deshalb kann die Sonne Krebs verursachen. Man zählt über zehn Formen von Hautkrebs der Augenlider.
Oberflächen reflektieren die Sonne
Im Sommer werden UV-Strahlen von der Wasseroberfläche und vom Strandsand gut reflektiert, deshalb kann man sich auch im Schutz eines Vordachs oder eines Sonnenschirms verbrennen. Auch Wolken können nicht vor UV-Strahlen schützen. Täuschen Sie sich nicht: Die schädlichen Strahlen durchdringen Dunst und eine dünne Wolkenschicht mühelos.
Es wurde festgestellt, dass viele Oberflächen UV-Strahlen reflektieren und ihre Wirkung dadurch verstärken: Schnee und Eis — etwa 80 Prozent, Sand und Beton — bis zu 25 Prozent, Gras — etwa 10 Prozent, die Wasseroberfläche — bis zu 20 Prozent.
Direkte Sonnenstrahlen schaden den Augen das ganze Jahr über — nicht nur die Sommersonne ist für die Augen gefährlich. Deshalb müssen Sie bei Aufenthalten am Meer, in den Bergen oder beim Genuss eines sonnigen Wintertages mit einer geeigneten Sonnenbrille für die Sicherheit Ihrer Augen sorgen.
Helfen nur dunkle Brillen?
Sonnenbrillen sind zu einem modischen Accessoire geworden, und viele haben vergessen, dass ihre Hauptfunktion der Schutz der Augen vor gefährlichen UV-Strahlen ist. Zum Schutz der Augen muss man jedoch nicht nur eine Sonnenbrille tragen, sondern auch Kopfbedeckungen mit breiter Krempe und Schirmmützen.
Manche speziellen Brillengläser aus klarem Kunststoff (getragen bei Sehfehlern) bieten Schutz vor schädlichen UV-Strahlen, doch sicher nicht alle mit ärztlichem Rezept gekauften Brillen können die Augen vor der Schädigung durch UV-Strahlen schützen.
Wichtig ist auch der Hinweis, dass nicht alle Sonnenbrillen UV-Strahlen vollständig blockieren. Lassen Sie sich beim Kauf einer Brille nicht von der Dunkelheit der Gläser täuschen — ein dunkles Glas bedeutet noch nicht, dass es die für das Auge schädlichen ultravioletten Strahlen vollständig blockiert.
Ist nur die Sonne für die Augen gefährlich?
Wind, Staub, Sand oder andere Fremdkörper sowie unsauberes Meer- oder Seewasser können die Augen reizen und Entzündungen, Rötungen und Tränenfluss verursachen. Auch die Symptome des trockenen Auges können im Sommer durch trockene Raumluft ausgelöst werden, die durch Klimaanlagen im Büro, im Auto oder im Flugzeug entsteht.
Eine trockene Umgebung und geringe Luftfeuchtigkeit beschleunigen das Verdunsten der Tränen von der Augenoberfläche, und bei einem dünnen und ungleichmäßigen Tränenfilm treten die für das trockene Auge typischen Beschwerden auf — Rötung der Augen, Jucken, Brennen, Fremdkörpergefühl oder sogar Tränenfluss.
Vergessen Sie nicht, mindestens einmal alle zwei Jahre einen Augenspezialisten aufzusuchen und Ihre Augen prüfen zu lassen.
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