Die ganze Wahrheit über Weitsichtigkeit und Kurzsichtigkeit
Wenn das Licht das Auge erreicht, wandert es weiter durch die Hornhaut. Dort werden die Lichtstrahlen gebrochen. Anschließend gelangen die Strahlen in die Pupille, und das Licht wird erneut in der Linse gebrochen. Normalerweise bündeln Hornhaut und Linse das Licht so, dass auf der Netzhaut ein scharfes Bild entsteht. So können wir Dinge sehen. Kann das Auge das Licht aus irgendeinem Grund nicht genau auf der Netzhaut bündeln, sehen wir schlecht. Was geschieht also im Auge?
Was ist Kurzsichtigkeit?
Manchmal wird der Augapfel zu lang oder die Hornhaut ist zu stark gewölbt, sodass die Lichtstrahlen bereits vor der Netzhaut gebündelt werden. Die Folge: Weit entfernte Objekte erscheinen unscharf, während nahe Objekte klar gesehen werden. Dieses Phänomen nennt man Myopie oder Kurzsichtigkeit. In der Regel kommen die meisten von uns leicht weitsichtig zur Welt. Wir sehen weiter entfernte Dinge besser als solche, die nahe bei uns sind. Das liegt daran, dass Neugeborene mit Augen geboren werden, die noch nicht vollständig ausgewachsen sind und ihre wahre Länge nicht erreicht haben. Später, wenn die Augen vollständig ausgewachsen sind (das geschieht etwa im achten Lebensjahr), normalisiert sich das Sehen. Das nennt man Emmetropie. In manchen Fällen hört der Augapfel jedoch nicht auf zu wachsen und wird zu lang. So beginnt die Kurzsichtigkeit. Die ersten Symptome dieser Fehlsichtigkeit zeigen sich meist mit Beginn der Pubertät und verstärken sich allmählich, bis der Mensch (und sein Auge) vollständig ausgewachsen ist. Kurzsichtigkeit kann von leichten Fällen, bei denen keine Behandlung nötig ist, bis zu schweren Fällen reichen, in denen das Sehen stark beeinträchtigt ist.
Und was ist Weitsichtigkeit?
Weitsichtigkeit, auch Hypermetropie genannt, ist die Fehlsichtigkeit, bei der der Augapfel etwas zu kurz oder die Hornhaut zu flach ist. Die Folge dieser Störung ist, dass die Bilder hinter der Netzhaut, im hinteren Teil des Auges, gebündelt werden. In diesem Fall erscheinen nahe Objekte unscharf und verschwommen. Bei Weitsichtigkeit können Lesen oder Arbeiten am Computer manchmal sogar Kopfschmerzen und Übelkeit auslösen. Andererseits hat die Hypermetropie auch ihre Vorteile — weitsichtige Menschen sehen entfernte Objekte gut und bemerken sie oft viel früher als andere sie erkennen können. Weitsichtigkeit wird, wie die meisten anderen Fehlsichtigkeiten, in der Regel vererbt. Sie kann stabil bleiben oder fortschreiten. Wie die Kurzsichtigkeit kann auch die Weitsichtigkeit leicht oder weit fortgeschritten sein. Weitsichtigkeit entwickelt sich außerdem im Alter, wenn die Linse altersbedingt nicht mehr in der Lage ist, sich so weit zu wölben, dass das Bild auf der Netzhaut gebündelt wird.
Wie werden diese Störungen gemessen?
Die Fähigkeit der Augen, Lichtstrahlen zu brechen, wird in Dioptrien gemessen. Die Dioptrie ist die Einheit, die die optische Stärke einer Linse angibt. Eine mit −3,00 Dioptrien und weniger bewertete Fehlsichtigkeit gilt beispielsweise als leichter Fall von Kurzsichtigkeit; zwischen −3,00 und −6,00 Dioptrien — mittelschwere Kurzsichtigkeit. Eine Kurzsichtigkeit von mehr als −6,00 Dioptrien gilt als schwerer Fall. Entmutigen lassen sollte man sich jedoch nicht — heute müssen Menschen mit Fehlsichtigkeiten (selbst in schweren Fällen) nicht leiden.
Wie wird das behandelt?
Sowohl Kurz- als auch Weitsichtigkeit lassen sich leicht mit einer Korrekturbrille oder Kontaktlinsen in Schach halten oder mit der Augenlaserkorrektur behandeln. Nach der richtigen Diagnose und der passenden Behandlung können die meisten kurz- und weitsichtigen Menschen ein einwandfreies Sehen zurückgewinnen. Vereinbaren Sie eine Beratung mit dem VisioBlu-Team — unsere Spezialisten vermessen Ihre Augen und helfen Ihnen, die für Sie passenden Optionen abzuwägen.
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